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01.09.2013

Displaybau par excellence

Wie Düfte und Kosmetikprodukte am POS in Szene gesetzt werden.

Machen wir uns nichts vor: Im Nachhinein über ein Display zu urteilen, ist bekanntlich einfach. „Das ist ja simpel gebaut. Die Details sind ganz nett realisiert.“ Der erfahrene Displaybauer kann bei solchen Aussagen allerdings nur schmunzeln, da er weiß, dass es vorab der Idee sowie generell der Expertise bedarf, dies umzusetzen. Eines sollte bei der Beurteilung eines Displays immer im Mittelpunkt stehen: die Frage, ob das vorgegebene Ziel erreicht wurde – die Steigerung der Aufmerksamkeit am POS für das Produkt, was zur Verbesserung der Reputation der Marke beiträgt, den Handel zufriedenstellt und dem Unternehmen entsprechende Umsatzzahlen beschert. Dass weniger dabei manchmal mehr sein kann, zeigt das „Flowerbomb“-Display von „Viktor & Rolf“ eindrucksvoll.

Für die Präsentation von Luxusprodukten reichen Standardlösungen nicht aus. Aus diesem Grund stellt jedes Projekt eine neue Herausforderung dar. Nach dem einleitenden Briefing und der Bekanntgabe des Budgets kann anhand der Produkte vorab ein aussagekräftiges 3D-Layout erstellt und durch die visuelle Darstellung ein erster Eindruck erzeugt werden. Dies spart Zeit und beendet die Ära der aufwendigen Musterarien. Schon beim Entwurf ergibt sich die Frage nach den Verarbeitungsmöglichkeiten. Das Budget stellt dabei eine wichtige Größe dar, um von vornherein mit den passenden Produktionsverfahren und Materialien planen zu können.

Neben Acrylglas, welches in zahlreichen Qualitäten und Farben mit unterschiedlichen Eigenschaften erhältlich ist, werden u. a. gezielt Polystyrole oder andere Kunststoffe eingesetzt. Dabei sind immer höchste Präzision und Fachwissen gefragt. Die Zeiten von hässlichen Stoßkanten sind weitestgehend vorbei. Neuste Säge- und Klebetechniken gewährleisten makellose Oberflächen und Verbindungsstellen. Neben Kunststoffen kommen durch Kreativität sowie durch die Selbstverpflichtung zur Individualität immer neue Materialien und Produktionsverfahren zum Einsatz. Ein Beispiel stellt das mit Spiegeln verkleidete „La vie est belle“-Display dar, bei dem die Rückwand mit einem exklusiven Stoff aus Frankreich bezogen wurde – ein wahrer Eyecatcher durch den leicht schimmernden Effekt.

Nach der Auswahl des Grundmaterials, ist höchste Qualität ebenso bei der Umsetzung des Druckes Pflicht. Dabei profiliert sich der Siebdruck immer wieder durch seine vielseitige Einsetzbarkeit, durch einwandfreie Farbergebnisse, eine hohe Kantenschärfe bei gedruckten Schriftzügen und die zahlreichen Veredelungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Gold-, Silber- oder Spiegelfarben. Beim „Hypnôse Star“-Display von Lancôme handelt es sich in diesem Zusammenhang wahrlich um ein Paradebeispiel. Durch den Siebdruck konnten hier einzelne glitzernde Punkte gezielt auf die Oberflächen aufgebracht werden. Generell finden darüber hinaus Lackierungen oder Beschichtungen immer häufiger Anwendung. Von Metalliceffekten bis hin zur Rostoptik, über Beschichtungen, die gegen mechanische Beschädigungen schützen, ist einiges möglich. Diese Optionen in Kombination mit dem Digitaldruck, der fotorealistische Abbildungen sicherstellt, lassen kaum einen Wunsch offen. Drucke können außerdem geschickt in Szene gesetzt werden, indem z. B. spiegelverkehrt auf glasklares Material gedruckt wird. Dies ergibt eine hochwertige, „glänzende“ Optik und erhöht gleichzeitig die Tiefenwirkung, was eindrucksvoll bei den Visuelles des „Kosé“-Displays zu erkennen ist.

Simpel ist folglich etwas anderes – der Displaybau ist es definitiv nicht. Dieser Einblick hinter die Kulissen dürfte gezeigt haben, was in diesem Bereich möglich ist. Die Firma Effekt Grafik steht seit über 40 Jahren für Individualität durch Kreativität und hilft Ihnen von der Konzeption bis zum fertigen Display mit der Erfahrung aus tausenden Projekten. 

Das mit Spiegeln verkleidete Display für "La vie est belle". Für das "Hypnôse Star"-Display von Lancôme wurden im Siebdruck einzelne glitzernde Punkte gezielt auf die Oberfläche aufgebracht. Indem spiegelverkehrt auf glasklares Material gedruckt wird, ergibt sich eine hochwertige, "glänzende" Optik, wie bei den Visuals des "Kosé"-Displays.

Quelle: POS kompakt, Ausgabe 5/2013 September